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Das " Wissen im Umgang mit Lawinengefahr " ist am 29.11.2018 auf die UNESCO Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen worden.

Die Vermittlung dieses Erfahrungswissens geschah jahrhundertelang mündlich von einer Generation zur nächsten und manifestierte sich u. a. in Bauernregeln. Schriftlich dokumentiert wurden seit dem 17. Jahrhundert vor allem Schadenslawinen. Die entsprechenden Dokumente werden in Vorarlberg noch heute in den Schulen verwendet, um Kinder für die Lawinengefahr zu sensibilisieren“, heißt es dazu seitens der österreichischen UNESCO-Kommission.

"Seit 1902 können Bergführer Lawinenausbildungskurse belegen, „wobei der jahrelange Austausch zwischen erfahrenen und angehenden BergführerInnen nach wie vor ein zentrales Element der Ausbildung darstellt. Ab den 1950er Jahren wird Erfahrungswissen von wissenschaftlichen Forschungen ergänzt.“

Vertreter des Österreichischen Alpenvereins, des Österreichischen Berg- und Skiführerverbands sowie der Österreichischen Lawinenkommissionen haben gemeinsam mit Schweizer Verbänden und Institutionen die Kandidatur erarbeitet. Sie betont die gemeinschaftlichen und identitätsstiftenden Elemente im Umgang mit dieser Naturgefahr.

„Wir sind sehr stolz über diesen gemeinsamen Erfolg mit der Schweiz. Der tagtägliche Umgang mit der Lawinengefahr verbindet die Menschen in den Alpenländern – über kollektive und persönliche Erlebnisse werden Maßnahmen zur Bewältigung sowie Prävention getroffen“.

Der Umgang mit Lawinengefahr sei wichtiges kulturelles Erbe und trüge wesentlich zu einem besseren Verständnis von traditionellem Wissen als Zukunftsressource bei, wird Sabine Haag, Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission, in einer Aussendung zitiert. Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) sieht in der Aufnahme „ein weiteres starkes Zeichen dafür, dass Österreichs kulturelles Erbe vielfältig ist und auch international gewürdigt wird“.

Quelle : Orf.at

 Bild : Stefan Rössler Gleitschneeproblem  Region : Arlberg


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